Ratsch-Bladl Archiv – DAV Alpenkranzl Erding Alpenkranzl-Informationen 11/2006-05/2009

28.4.2008

Radtour rund um den Ammersee

Filed under: Tourenberichte — admin @ 13:25

Samstag, 26.04.2008, mit Leo Rauschecker

Ausgeschrieben war diese Radtour in Fahrtechnik und Kondition mit je einem Sternchen (*), der zu bewältigende Höhenunterschied, die Streckenlänge und Fahrzeit also moderat. So meldeten sich 14 Pedalritter bei Leo an, weil auch die Wettervorhersage einen guten Tag versprach. Die Anfahrt erfolgte (umweltfreundlich/kostengünstig) mit der S-Bahn, immer fünf zusammen in einem Radwaggon, Ausgangspunkt war Herrsching. Der Radlweg verläuft zunächst entlang der stark befahrenen Staatsstraße, ohne viel am Wasser zu sein, weil alle Seegrundstücke seit ewigen Zeiten bebaut und daher unzugänglich sind. In Vorderfischen überqueren wir die Ammer, lassen den Straßenlärm hinter uns und fahren von nun an durch prächtige Moorlandschaft Raisting entgegen. Die unterschiedlich großen „Lauscher“ und die Kuppel der Erdfunkstelle sind nicht zu übersehen, wir fahren direkt dorthin.

Raistinger Lauscher

Danach wendet sich der Radweg gen Norden, ab hier Gegenwind. Wir radeln jetzt am westseitigen Ufer des 16 km langen, bis 5,5 km breiten und bis 81 m tiefen Ammersees in zauberhafter, hügeliger Landschaft dahin. Leo hat ein Schmankerl parat, die Mittagsrast soll auf der Schatzbergalm sein. „Alm“, „Berg“, aha, da geht’s also aufwärts! Alles im Leben muss man sich sauer verdienen, auch eine gemütliche Einkehr. Das Wirtshäusl liegt traumhaft schön mit prächtiger Sicht auf Berg und Tal. Wir genießen die Sonne, das gute Essen und den freundlichen Service. Aufbruch, Abfahrt und weiter Richtung Dießen, vorbei am SOS Kinderdorf (1. SOS Kinderdorf weltweit, gegründet von Hermann Gmainer). Natürlich besuchen wir das Marienmünster, eine der glanzvollsten Rokokokirchen Bayerns (1739 erbaut von Johann Michael Fischer) mit prächtiger Altaranlage, leuchtenden Fresken und vorzüglichen Schnitzwerken. Im weiteren Verlauf, im Auf und Ab, durch wunderbare Landschaft, passieren wir St. Alban, Riederau, auf schmalem Weg das Seeholz, Utting, und Schondorf. Wir setzen unsere Fahrt fort, radeln durch mannshohe, bazige Schilfzonen, am Ende durch eine „Waschanlage“ und erreichen in Stegen das nördliche Seeufer. Hier haben wir die Amper überquert, mühen uns die Bergstraße hinauf und folgen den Schildern bis Buch und Breitbrunn. Nun kommt ein längerer Anstieg hinauf nach Ellwang Die Sicht zum See, blühende Landschaft (Himmelsschlüsselblumen) und stattliches Bauernland bis Rausch verwöhnen das Auge und die Sinne. Dann können wir das Radl sausen lassen bis Herrsching hinunter. Da lädt ein Wirtsgarten zur Einkehr (dem müden tut das Rasten gut). Wir genießen herrlichen Kuchen und Kaffee, sind mit Gott und der Welt und mit Leos wunderschöner Radtour rundum glücklich und zufrieden. Unsere Tachos zeigen ca. 60 gefahrene Kilometer mit einer Nettofahrzeit von etwa 4 Stunden und einem Schnitt von 15,5 kmh. Der Bahnhof liegt gleich um die Ecke, wir fahren mit der S-Bahn um 17:05 Uhr von Herrsching ab und erreichen mit Umsteigen am Ostbahnhof um 19:03 Uhr Erding.

Danke Leo für den wunderschönen Radwandertag!

Mit dabei waren: Holnburger Elisabeth, Stadlbauer Barbara, Müller Franziska und Fritz, Puchta Lydia und Gernot, Döllel Hans, Hagen Margit (erste Sektionstour), Scholz Dieter, Hintermeier Johann, Kratzer Hans, Faltermeier Irmgard, Rutzmoser Ingrid, Wenhart Erika (Bericht).

Baumgartenköpfl (1572 m) im Kaisergebirge

Filed under: Tourenberichte — admin @ 13:24

Sonntag, 20.04.2008, mit Rudi Hofschaller

Der Wetterbericht meldete für Sonntag Temperaturen um die 18° und Sonnenschein pur, also ideal für eine Bergfahrt. Nix wie raus dachten 15 Kranzler/Innen und schlossen sich Rudis angebotener Tour aufs Baumgartenköpfl an.
Überraschend leer waren die Straßen, wir kamen zügig voran. Doch was machen die dunklen Wolken am Himmel, der viele Nebel, der die Sicht auf den Kaiser nimmt, wo bleibt das ver-sprochene Schönwetter?! Rudi und Silvia erwarten uns schon am Parkplatz beim Stanglwirt in Going. Von hier, gleich um die Ecke, führt eine schmale Straße hinauf nach Prama zum Wanderparkplatz. Ein bequemer Weg entlang des munteren Tannbichlbaches, wechselnd mit Forststraße und Waldwegen, vorbei an einer kleinen Kapelle, zieht in unterschiedlicher Steigung hinauf zur Gaudeamushütte (1263 m). Bald schon stapfen wir durch Schnee, Tendenz zunehmend. Mit jeder Minute wird die Nebeldecke dünner, die Sonne bricht durch, ein stahlblauer Himmel wölbt sich über uns, na endlich! Gegenüber die Wochenbrunner Almen auf Sonnen beschienener Höhe stehen schon im Grünen. Vom Scheffauer bis Maukspitze mit dem markanten Ellmauer Tor dazwischen zeigt sich uns der Kaiser in wilder Schönheit, die Gipfel, Kare und Rinnen noch tief verschneit. An der (geschlossenen) Gaudeamushütte angekommen, beobachten wir Tourenskigeher, dem Ellmauer Tor zustrebend, andere bereits bei der Abfahrt. Während des Aufstieges hören wir immer wieder abgehende kleinere Geröll- und Schneelawinen ins breite Kar rumpeln. Die Schneehöhe ist jetzt beachtlich, wir legen Gamaschen an. Ab Hütte wird’s auch steiler, Rudi und die unmittelbar nachfolgenden leisten Kraft raubende Spurarbeit. Zum Teil sinken wir hüfttief ein, gut, dass wir Stöcke haben. So mühen wir uns empor bis etwa in 1410 mH, dann beschließt Rudi die Umkehr. Kurz wird noch überlegt, ob ein anderer Anstieg versucht werden sollte. Nein, wir steigen ab. Die breite Feuerfluchttreppe an der Hütte ist unser Rast- und Brotzeitplatz, ein Logenplatz mit Panorama vom Allerfeinsten. Irgendwann bläst Rudi zum Abmarsch. Wir nehmen die gleiche Spur talwärts wie zuvor aufwärts. Der Schnee ist jetzt sehr weich geworden, weiter unten gurgelt Wasser am Weg. Am frühen Nachmittag sind wir wieder am Parkplatz. Natürlich wird noch beim Stanglwirt eingekehrt, wir haben ein gemütliches Stüberl ganz für uns. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen voneinander. Mit einem letzten Blick hinauf zur großartigen Kulisse des Wilden Kaisers verlassen wir Going. Vielleicht gelingt das Baumgartenköpfl ein andermal.

Mit einem herzlichen Dank an Rudi (und Silvia) verabschiedeten sich: Orthuber Marianne und Georg, Müller Franziska und Fritz, Schrögmeier Maria und Anton, Rutzmoser Ingrid, Faltermeier Irmgard, Brigitte und Margot, Köhler Philipp, Becker Matthias, Sabine, Wenhart Erika (Bericht).

Bergwanderung zur Baumgartenschneid (1449 m)

Filed under: Tourenberichte — admin @ 13:22

Sonntag, 13.04.2008, mit Martin Kindermann

Der Wetterbericht verhieß einen sonnigen Tag und deshalb lief Martins Telefon schier heiß ob der zahlreichen Anmeldungen. Letztendlich hatte er vierzehn Kranzler/Innen auf seiner Liste. Die Autobahn war leer, Abfahrt in Weyarn, dann weiter über Miesbach und Hausham nach Schliersee. Am Bahnübergang bei der Kirche geht’s scharf rechts ab ins Brettenbachtal, auf schmaler Straße hinauf nach Au bis zum Wanderparkplatz an der Hennereralm (ca.700 m). Doch Petrus schlug uns ein Schnippchen, nix Sonnenschein und blauer Himmel, zunächst wenigstens nicht! Auf breiter Forststraße zieht der Weg gemächlich bergan, mündet dann ins Stadeltal, leitet hinauf zum Sattel auf 1088 m und endet zunächst an der Baumgartenalm (Brotzeitrast). Lange schon stapften wir durch Schnee. Dann erfolgte der steile Anstieg zur Baumgartenschneid mit Gipfelkreuz.. Die Wolkendecke lockerte auf, da und dort ein blauer Flecken am Himmel und ab und an kam auch die Sonne hervor (na also, warum nicht gleich!?). Am windstillen Gipfel angelangt versetzt einem die fantastische Rundumsicht immer wieder ins Staunen. Vom Flachland im Norden und über unzählige Berggipfel im Süden bis zum idyllischen Tegernsee drunten schweift der Blick über einen Zipfel unserer schönen bayrischen Heimat. Unser nächstes Ziel, der Riederstein mit dem kleinen Kircherl obendrauf, wird im Ab und Auf bald erreicht. Von da an waren wir nicht mehr allein, es herrschte ein Kommen und Gehen wie am Stachus. Geht man um das Kircherl herum (der Umgang ist nur 1-Mann breit), öffnet sich der Blick hinunter zum Tegernsee und seinen Bergen. Holzbohlentreppen führen hinunter zum Gasthaus Galaun. Selbstredend, dass wir da eingekehrt sind. Gemütlich sitzend und genüsslich schmausend ließen wir’s uns gut gehen, bis ein plötzlich aufkommender, sehr frischer Wind uns vertrieb. Zunächst führt uns der Rückweg ansteigend in nördlicher Richtung hinauf zum Wald, biegt dann ostwärts in eine Forststraße, mündet in den Prinzenweg und erreicht den Punkt 1088, der Kreis schließt sich. Ab hier ist es derselbe Weg hinunter wie am Vormittag hinauf. Wir marschierten das Stadeltal hinaus und erreichten nach geraumer Zeit den Parkplatz an der Hennereralm. Rundum zufriedene Kranzler verabschiedeten sich voneinander und dankten Martin für die schöne Wanderung. Beim Heimfahren lachte die Sonne vom weiß-blauen Himmel, als hätte sie den ganzen Tag nichts anderes getan!

Mit dabei waren: Tourenleiter Martin Kindermann, Barbara Thaler, Marianne und Schorsch Orthuber, Franziska und Fritz Müller, Resa Witt, Doris Müller, Alfred Stratmann, Sepp Bitzer, Elisabeth Hornburger, Inge Hundmeier, Margot und Brigitte, Erika Wenhart (Bericht).

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