Archive for the ‘Senioren’ Category

Seniorentour zur Stoisser Alm am Teissenberg

Samstag, September 13th, 2008

6. September 2008, mit Hans Kratzer

7 Kranzlerinnen und 4 Kranzler fuhren um 7.00 Uhr vom S-Bahnhof in Altenerding mit drei Autos los, um die Tour zur Stoisser-Alm zu machen. Um 9.00 Uhr gingen wir in Holzen los, zuerst auf einer Straße,  von der später ein Steig abzweigte,  der immer gleichmäßig ansteigend nach oben führte.  Teilweise kamen wir auf eine Forststraße, aber immer im Wald, was ganz günstig war, weil es doch sehr heiß war. Nach einigen Trinkpausen und einer Fotoaufnahme zwischendurch, kamen wir nach ca. 3 Stunden auf der Stoisser-Alm an. Hier waren jede Menge Radler, mehr als Wanderer, weil   eine schöne Forststraße herauf führt.

Wir hatten  erst einmal Hunger und Durst. Die Alm hatte zwar Selbstbedienung, aber es war alles prima organisiert.  In kürzester Zeit hatten alle, was sie wollten. Jetzt konnten wir die schöne Aussicht von der Alm aus genießen. Alles kann man gar nicht aufzählen, vor uns der Hochstaufen, dahinter die Reiteralpe, der Hochkalter, das Birnhorn, die Spitzen vom Watzmann konnte man noch erkennen und ganz im Hintergrund war noch der Hochkönig zusehen. Die Aussicht einfach traumhaft. Nachdem wir uns gestärkt hatten, gingen wir noch auf einen kleinen Aussichtspunkt mit einem schönen Kreuz, wo wir auch unser Gipfelfoto machten.

Schöne Aussicht

Dann machten wir uns auf einem anderen Weg wieder an den Abstieg. Um 16.30 Uhr waren wir wieder am Auto. Hier machten unsere Damen noch eine Entspannungsübung  und danach hatten alle nur noch den Wunsch, möglichst schnell unter eine Dusche zukommen. Um 19.30 Uhr waren wir wieder Zuhause. Ich glaube,  es hat allen gut gefallen, wenn wir auch alle ganz schön  müde waren.

Mit dabei waren:
Erl Herrmann,  Irl Karin,  Maier Renate,  Neumann Rita, Schlegel Erna,  Sperle Meta, Schuster Christine,  Schuster Horst,  Zech Lore,  Zech Martin

Führung:  Hans Kratzer

Seniorenbergtour auf den Schafgrübler, 2922 m, im Stubai

Freitag, September 5th, 2008

Sonntag – Dienstag, 24.-26.08.08, mit Hans Kratzer

Sonntag, 24. 08. 08.
½  Stunde zu früh und voller Aufregung harrte ich auf dem Altenerdinger  (S) Bahnhof Parkplatz der Dinge, die in den nächsten 3 Tagen auf mich zukommen würden. Zur Erklärung: Ich habe noch nie auf einer Hütte übernachtet und bin auch noch auf einen 2900er gegangen. Aber dann kamen sie, meine 12 Bergkamerad/innen. Es fehlte nur die Haas Maria. Sie stieg später zu. Pünktlich um 8 Uhr starteten wir mit 3 PKW in Richtung Garmisch, über Innsbruck weiter den alten Brenner hinauf ins Stubaital. Immer enger wurden die Sträßchen, immer blumiger die Balkone und immer höher die Berge. An der Oberissalm gings nicht mehr weiter, von hier mussten wir mit Sack und Pack zu unserer Hütte hinauf. Aber welch ein Glück! Unser umsichtiger Tourenleiter Hans Kratzer wies uns auf eine Seilbahn für Material und Gebäck hin. Diese nutzten dann doch einige um sich beim Anstieg zur 400 m. höher gelegenen Hütte etwas Erleichterung zu verschaffen. Das schöne Wetter sorgte auch so dafür dass wir richtig ins Schwitzen kamen. Immer begleitet vom mächtigen Rauschen verschiedener Wildwasser erklommen wir in Serpentinen auf schmalen Steig die Anhöhe, umgeben von Latschen, Kriechwacholder, verblühten Almenrausch und und dazwischen rot aufleuchtende Preiselbeeren.

Und dann sahen wir sie auf einmal, hoch oben, ganz hinten im Tal, die Franz–Senn-Hütte. Schmal aufragend, grau wie die Berge ringsum, neuerdings an der Talseite mit einer dreistöckigen Feuerleiter ausgestattet. Hinter ihr leuchtendes strahlendes Weiß vor blauem Himmel die Alpeiner Gletscher des Stubai-Gebirges, ab und zu von hellen Wolken verschleiert. Die dunklen Flanken der uns umgebenden Kämme und Gipfel sahen aus wie mit Puderzucker bestäubt. Da oben hatte es wohl kürzlich geschneit.

An der Franz-Senn-Hütte

Gegen 14.30 erreichten wir unser Quartier für die nächsten 2 Nächte. Die Franz-Senn-Hütte ist die größte Tiroler Alpenvereinshütte, mit 80 Betten und 90 Lager. Sie besitzt ein eigenes Wasserkraftwerk zur Energieversorgung, arbeitet mit einer hybriden Heizanlage (Strom, Oil und Pyrolyse) und die Kläranlage funktioniert teilbiologisch. Da staunten wir, so was modernes und komfortables auf 2149 m ! Es gab nur noch für 7 Leute Betten, der Rest der Gruppe war auch mit dem Lager zufrieden. So landete unser Tourenleiter mit 6 Frauen in Box 11 im 3 Stock.

Da es erst um 18 Uhr Essen geben würde beschlossen wir, noch die nähere Umgebung zu erkunden. Der Wegweiser vor der Hütte sagte uns: Höllenrachen – 20 Minuten. Man erreicht ihn gemütlich immer sanft ansteigend am wild zerklüfteten Bachlauf entlang. Dieser Höllenrachen ist ein ausgewiesener schwieriger Klettersteig über tosendem Wasser und steilen Felseinschnitten. Und tatsächlich waren etliche Kletterer unten drin und plagten sich in dem Lärm und die Nässe mit Haken und Seilen herum. Da steigt der Adrenalinspiegel!

Wieder zurück in der Hütte richteten wir schon alles für die Nacht, stärkten uns z.B. mit einem Knödeltrio (Spinat – Speck – und Käseknödel mit Salat) oder einem Duo (2 Knödel nach Wahl ), Kaiserschmarrn mit beschwipsten Rosinen und die unvermeidlichen Grösteln. Der erste Hüttenabend klang aus mit Trinken, Tratschen, Lachen, Erzählen und Zuhören.

Montag. 25.08.08
Um 5.30 wurde es unruhig in den Lagern und Zimmern. Zeit zum Aufstehen, wenn man im Waschraum und am Klo nicht Schlange stehen wollte. 6.30- 7.30 Frühstück (bescheiden) 8 Uhr Abmarsch, diesmal mit leichtem Rucksack. Die Berge waren nur teilweise zu sehen, Wolken und Nebel zogen umher. Anfangs gings über grüne Matten, über uns und vor uns das feine Geläut grasender Schafe. Na klar, wir wollten ja auch  auf den Schafgrübler. Zu sehen war noch lange nichts von ihm. Immer wieder querten wir Rinnsale und kleine Wasserfälle, die bei Unwetter viel kantiges Geröll mit sich gerissen hatten. Weiter oben bot sich ein herrlicher Blick zurück auf die Franz-Senn-Hütte inmitten eines breiten Tales, weit verzweigt durchflossen vom eisblauen Wasser des Alpeiner Baches, dessen Ursprung man bis zur weißgrauen Fläche des Alpeiner Ferners zurück verfolgen konnte. Natürlich gab´s Trinkpausen, der Proviant wurde durch Aufessen reduziert oder wir warteten einfach bis alle wieder zusammen waren. Weiter gings steil hinauf zur Viller Grube, von da an immer weißen Kreis mit roten Punkt folgend über eine Schutthalde. Überall glänzte es silbrig auf abgeschieferten Gneisplatten und Stückchen, graue Steine von leuchtendweißen Quarzadern durchzogen, braun gefärbt durch Eisenoxidation lagen zwischen riesigen Felsquadern. Da konnten einige nicht wiederstehen und luden sich am Rückweg das eine oder andere Steinchen in den Rucksack (weil man ja nicht schon genug zu Hause herum liegen hat.)

Endlich erreichten wir das große Horntaler Joch. Und jetzt konnten wir auch das Ziel unserer Anstrengung sehen. Der Gipfel des Schafgrüblers sieht aus wie ein steiler Geröllhaufen, ohne Weg und Steg. Da kommt man schon ins grübeln, wie man da wohl raufkommen soll. Einige aus der Gruppe zogen es angesichts dieser alpinen Herausforderung vor, doch lieber an Ort und Stelle zu warten und dem Häuflein der Unentwegten nur mit den Augen zu folgen. Beim Aufsteigen sahen wir dann, dass Stellen zum Tritt fassen gut markiert waren. Trotz brüchiger und loser Steine und Schnee in den Ecken erreichten wir schnaufend aber glücklich das Gipfelkreuz.

Am Schafgrübler

Wir hatten gerade so Platz da oben, kein Ort zum Brotzeit machen. Darum Eintrag ins Gipfelbuch und das obligatorische Gipfelfoto, dann die herrliche Aussicht auf die umliegende  Bergwelt genießen. Der Blick wandert über Schroffen und Zinnen über weiße und blaue Berge zurück zu den tiefen grünen Tälern, wunderbar beleuchtet durch Wolkenschatten und helle Sonnenflächen. – Nur Fliegen ist schöner!

Wieder bei den unten wartenden angelangt, stellten wir fest, dass das Absteigen gar nicht so schwierig war wie befürchtet. Da es auf dem Joch recht zog, stiegen wir schnell wieder bis zur Schutthalde ab, um dort endlich richtig Brotzeit zu machen. Da kamen doch wahrhaftig Wanderer den Berg herauf. Bisher waren wir auf unserem Weg noch niemanden begegnet.

In schöner Bergwelt

Da es noch früh am Tag war, beschlossen wir nicht zur Hütte abzusteigen, sondern vorher zum Rinnensee rüber zu gehen. Christa Ottmann hatte uns vorgeschwärmt wie schön es da ist. Beim Wegweiser an der Hütte hatte etwas von 1.1/2 Stunden gestanden. Im warmen Sonnenschein, ab und zu durch den Pfiff eines Mankeis aufgeschreckt, wanderten wir zügig bergab, bis wir in Sichtweite der Hütte an die Abzweigung zum Rinnensee kamen. Die mit den schweren (steinigen) Rucksäcken wollten nicht mehr dort hin, aber der größte Teil der Gruppe marschierte wild entschlossen weiter. Doch von an gings bergauf, nur noch bergauf! In der stillen Hoffnung, dass es hinter der nächsten Biegung eben weiter gehen würde, stiegen wir tapfer eine ¾ Stunde durch die Landschaft. Als uns ein entgegen kommendes Pärchen berichtete, dass es bis zum See noch gut eine ¾ Stunde wäre und es weiter bergauf ginge, kamen uns doch Zweifel, ob wir uns da nicht zu viel vorgenommen hatten. Nur unser Fotograf Kurt Ploner wollte unbedingt zum See und Christa ging mit ihm. Die restliche Gruppe machte sich eingedenk ihrer doch schon etwas überstrapazierten und angemüdeten Gliedmaßen mit der frohen Erwartung auf ein kühles Getränk und eine reinigende Dusche auf den Abstieg zur Hütte. Um 16 Uhr erreichten wir diese, zufrieden unseren Plan erfüllt zu haben. 2 Stunden später, der Himmel wurde immer grauer und die Luft immer kühler, kommen wohlbehalten unsere Seewanderer zurück. 18 Uhr Abendessen, noch etwas zusammen sitzen und diskutieren dann ab in die Koje. Liegen ist etwas schönes, vor allem nach so einem Tag.

Dienstag, 26.08.08
Draußen war alles weg, nichts zu sehen, milchiger Nebel waberte ums Haus. Wir wollten eigentlichkurz vor 1/8 h frühstücken, aber da viel los war in der Hütte (ausgebucht), hatten wir bis 8 h alles erledigt und machten uns an den Abstieg zu unseren Autos. Je tiefer wir kamen, desto mehr „Löcher“ entstanden, aus denen die Landschaft in Ausschnitten wieder auftauchte. Später kam auch die Sonne durch und brachte uns noch mal zum Schwitzen. Bergschuhe aus, Rucksäcke ins Auto und ab ging es in Richtung Neustift. Da es zum Einkehren noch zu früh war, schauten wir uns die Kirche und den Friedhof an. Dort entdeckten wir das Grab von Pfarrer Franz Senn, der Mitbegründer des Alpenvereins war und sich sehr verdient um die touristische Erschließung des Stubaitales gemacht hat. Kurz vor Innsbruck fanden wir noch eine Einkehr, aßen gemeinsam zu Mittag und fuhren dann ohne große Probleme nach Hause.

Obwohl es noch etwas zwickt und drückt in den Beinen und das mit dem Schlafen im Lager nicht so gut geklappt hat, bin ich froh und dankbar, bei dieser schönen Tour dabei gewesen zu sein. Vielen Dank an Hans Kratzer und alle in der Gruppe. Und wenn es im Programm wieder einmal heißt „Tour mit Hüttenübernachtung“, dann bin ich nicht mehr aufgeregt, sondern kann mich richtig darauf freuen.

Mit dabei waren: Erl Hermann, Haas Maria, Kanacher Ingeborg (Bericht), Kratzer Hans (Tourenleitung), Mehringer Albert, Neumann Rita und Joachim, Ottmann Christa, Ploner Helga und Kurt, Pompl Maria, Schlegel Erna, Schuster Christine und Horst.

Seniorentour zur Roseninsel

Dienstag, August 12th, 2008

09. August 2008, mit Hans Kratzer

Die Tour führte uns dieses Mal mit der S-Bahn nach Possenhofen, und von dort mit einer kleinen Fähre zur Roseninsel. Um 9 Uhr ging es mit der ( S ) Bahn von Erding los, um 10.45 waren wir in Possenhofen. Vor München fing es zu regnen an, von da an war es dann bewölkt mit einzelnen Schauern. Der Weg zur Anlegestelle vom Boot zur Roseninsel dauerte eine Stunde.  Hier  wartete auch schon der Fährmann , der brachte uns in 5 Minuten zur Insel.

Die Insel ist erst seit 1970 der Allgemeinheit zugänglich, nach dem sie vom bayrischen Staat gekauft wurde. Vorher gab es verschiedene Besitzer. Der Sohn Maximilians, Ludwig II, nutzte den abgeschiedenen Ort für den Empfang von Staats- und anderen Gästen, wie der russischen Zarin Maria Alexandrowna und Richard Wagner. Ludwig schätzte die Insel auch als Ort für diskrete Treffen mit Günstlingen, und auch mit seiner kaiserlichen Cousine Elisabeth traf er gelegentlich zusammen. Als Hauptattraktion gilt das restaurierte Casino,  in dem vom Frühsommer bis zum Herbst Trauungen durchgeführt werden. Das ovale Rosarium (Rosengärtchen) am Casino mit hunderten von hochstämmigen Duftrosen und einer fünf  Meter hohen blau-weißen Glassäule in seiner Mitte gab der Insel ihren heutigen Namen. Der heute wieder gepflegte, meist erholsam ruhige Garten ist kostenlos zu besichtigen.

Wir machten auf der Insel kurz Brotzeit, anschließend machten wir einen Rundgang von 15 Minuten um die Insel. Zum Schluss wurde noch ein Gruppenfoto gemacht, dann ließen wir uns wieder mit dem Boot zurück bringen. Der Weg nach Feldafing ging durch einen Golfplatz und später über die Himmelsleiter zum Gasthof Poelt,  wo wir uns unser Mittagessen schmecken ließen. Nach dem Essen machten wir noch einen Verdauungsspaziergang auf einem Naturlehrpfad durch die Wolfsschlucht, dem Starzenbach entlang nach Possenhofen, wo wir gerade rechtzeitig zur S-Bahn ankamen.

Mit dabei waren:
Gebauer Peter, Köstner Hans, Haun Luise, Brunner Gertrud, Niedermaier Erika, Kanacher Ingeborg, Irl Karin, Wörndle Sonja, Schäffler Lene. Draxler Anneliese, Draxler Franz, Stangl Maria, Stangl Sepp, Poppelt Waltraud, Ottmann Christa, Ottmann Günter, Zech Lore, Zech Martin, Bachmann Maria, Köppen Jochen, Felbinger Renate, Hellinger Betty, Sperle Meta, Schwarz Herbert, Reindel Gerti.
Leitung: Hans Kratzer

Auf der Roseninsel

Seniorentour auf die Rotwand

Montag, Juli 14th, 2008

10.Juli 2008, mit Werner Kienastl

Endlich war es soweit; der Wetterberichtmeldete 2 ½ Tage sonnig und warm – und unser Tag fiel in dieses Zeitfenster. 13 Kranzler der Seniorengruppe fuhren zum Taubensteinparkplatz am Spitzingsee. Nach der Auffahrt in der etwas in die Jahre gekommenen Seilbahn brachten wir unsere Wanderstöcke in die richtige Höhe – und schon ging’s los.

Der Höhenweg zur Rotwand führte uns zwischen Kühe und Schafe am Lempersberg vorbei. Nach einer kurzen Kraxeleinlage erreichten wir den Gipfel. Während einer kleinen Stärkung ordneten wir zuerst mal die umstehenden Berge. Die Ausblicke erstreckten sich zwischen Watzmann, Großvenediger, Rofan und Karwendel. Wir ließen von uns noch ein „Beweisfoto“ mit dem Kreuz machen …

Beweisfoto am Kreuz

Am Rotwandhaus angekommen belagerte die Gruppe gleich 2 Tische und genoss bei kühlen Getränken den herrlichen Sommertag. Unser weiterer Weg führte uns in Richtung Auerspitze und hinein in den Pfanngraben. Wir querten mehrere Bachläufe und gelangten schließlich an das Ufer eines glasklar dahinsprudelnden Baches, dem wir talauswärts folgten.  Bald befanden wir uns hoch über einer Schlucht mit wunderschönen kreisrunden Gumpen, die durch gischtsprühende Wasserfälle verbunden waren. Vorbei an der Petzigalm erreichten wir bei der Waitzingeralm die Strasse in die Valepp und überquerten die Rote Valepp.

Entlang dieses Bachlaufes gelangten wir zum Blecksteinhaus. Dort saß unsere Gruppe sichtlich gut gelaunt und ausgelassen unter Sonnenschirmen und genoss die riesigen Kuchenstücke und leckeren Eisspezialitäten. Nach einer weiteren Stunde vorbei an der Wurzhütte und entlang des Spitzingsees kamen wir bei unseren Fahrzeugen am Taubensteinparkplatz an. Ein ausgefüllter, erlebnisreicher Tag war vorüber.

Teilnehmer: Maria Zerndl, Maria Haas, Helga Bacher, Herta Numberger, Karin Irl, Jochen Köppen, Peter Gebauer, Kurt und Helga Ploner, Lotte Mayr, Gotthart Kies, Erna Schlegel, Werner Kienastl (Tourenleitung und Bericht)

Senioren: Wanderung im Murnauer Moos

Donnerstag, Juni 26th, 2008

07. Juni 2008, mit Inge Döllel (auch Bericht)

Der Himmel hatte sich in farbloses Grau gehüllt, als wir 06:59 Uhr Erding verließen und wollte sich auch den ganzen tag nicht mehr von diesem Farbton trennen. Die Fahrstrecke nach Murnau war uns schon bestens vertraut. Als wir in Murnau um 09:30 Uhr ankamen, regnete es leicht. Um uns 50 Gehminuten einzusparen, fuhren wir mit der Anschlussbahn Oberammergau bis Haltestelle Seeleiten-Berggeist, Ankunft 09:50 Uhr. Wir verpackten uns wetterfest und gegen 10:00 Uhr ging’s ab.

Wir wanderten über Wald- und Wiesenwege immer ziemlich an der Bahnlinie entlang in Richtung Moosrain – Westried. Bald hatten wir eine phantastische Sicht auf die Weite der Murnauer Moorlandschaft, welche im Frühsommer ihren besonderen botanischen Reiz hat. Sie ist noch ein eiszeitliches Relikt des großen Loisachgletschers. Ein Paradeblick auf die hinter dichten Wolkendecken versteckten Bergketten war uns nicht vergönnt. Bei den letzten Häusern von Westried zweigt links der Weg ins Moos ab. Zwischen bunt blühenden Wiesen, bestückt mit der Sibirischen Schwertlilie, vereint mit der gelben Trollblume, nickende Kratzdistel, Schlangenknöterich und verschiedenen Orchideen (Knabenkraut). Der Große Wiesenknopf setzte dunkle Punkte. Das Bild des Moores wechselte zur Heidelandschaft, genannt „der Lange Filz“. Ein bequem begehbarer Holzsteg durchzieht diesen zauberhaften Landschaftsteil. Mittendrin steht eine kleine Brotzeithütte. Links und rechts kleine Sumpflöcher, zierlich blühende Moosgewächse. Wollgras leuchtete weiß zwischen Bergkiefer. Besonders freuten wir uns über den Rundblättrigen- und Mittleren Sonnentau.

Nach 1 ½ Stunden Gehzeit (11.30 Uhr) hatten wir die kleine Hütte erreicht, die von uns gleich in Beschlag genommen wurde. Schwer trennten wir uns (12:15 Uhr) von diesem wunderschönen Fleck, gingen auf dem Bohlenweg weiter, bis sich die Weite des Moores wieder öffnete. Auf einem breiten Sandweg wanderten wir Ramsach entgegen. Dabei überquerten wir den Lindenbach, der sich mit der Ramsach vereint. Geraume Zeit ging es am Bachlauf entlang. Ca. 14:00 Uhr standen wir vor dem Gasthaus „Ähndl“. Zwei stattliche, alte Kastanienbäume spenden an warmen Sonnentagen angenehmen Schatten, allerdings fiel für uns der Biergarten flach. Wie immer war für uns bereits reserviert, Kost und Service hervorragend.

Anschließend statteten wir dem kleinen Ramsach-Kircherl noch einen Besuch ab. Es ist das älteste Zeugnis der Christianisierung um Murnau. Der hl. Bonifatius hat das liebevoll Ähndl (die Alte) genannte Gotteshaus um 750 dem hl. Georg geweiht. Im Barock wurde es auf den alten Grundmauern erneuert. Im Innenraum steht die sakralhistorische, älteste Glocke Deutschland. Die etwa 60 cm große Kostbarkeit ist die historisch wertvollste, frühchristliche Eisenglocke auf dem europäischen Kontinent. Sie stammt aus dem achten Jahrhundert und wurde von schottischen Mönchen zur Missionierung der heidnischen „Boiern“ eingesetzt. Sie ist die einzig derzeit bekannte Glocke aus dem Bereich der iro-schottischen Wandermönche auf dem Festland.

Noch das Gruppenfoto und zurück nach Murnau. Wir wanderten aufwärts zur, mit alten Eichen gesäumten Kottmüllerallee, die von dem Murnauer Kommunalpolitiker Emmeram Kottmüller (1825-1905) in den siebziger Jahren des vergangenen Jhd’s für die Sommerfrischler angelegt wurde. Auf dem Rückweg kamen wir auch am Gabriele Münterhaus, dem ehem. Domizil der revolutionären Künstlergruppe der „Blaue Reiter“ vorbei. Genau 17:00 Uhr standen wir wieder am Bahnhof Murnau. 17:30 Uhr ging’s von Murnau ab und um 19:43 Uhr sind wir in Erding gelandet. Zwar nicht vom Wetter verwöhnt, war es trotzdem ein abwechslungsreicher, schöner Wandertag.

Teilnehmer:
Draxler Franz und Annelie, Erl Ernst und Loise, Erl Hermann, Etzel Hermann und Agnes, Faltlhauser Paul, Felbinger Renate, Gebauer Peter, Irl Karin, Keup Marion, Köppen Jochen, Koschek Magdalena, Kreibich Herbert, Loidl Marille, Mau Otti, Numberger Herta, Ploner Helga, Schuster Christine, Sieger Paula, Sperle Meta, Stadler Helena, Stangl Maria, Zech Martin und Lore.