Archive for the ‘Allgemein’ Category

Ladakh – Vortrag am 12.01.2007 ein voller Erfolg!

Dienstag, Januar 16th, 2007

Vor einem zum bersten vollen Saal präsentierte Dr. Ulf Müller seinen in wohlbekannter Weise mit Witz und Charme versehenen und professionell bearbeiteten Film über Ladakh.

Den einen oder anderen Erdinger wird es gefreut haben entweder sich selbst – oder ein anderes bekanntes Gesicht auf der Leinwand zu entdecken. Im Vordergrund stand jedoch eine erhabene Landschaft, die man auf den Spuren von Ulf und Renate förmlich selbst mit dem MTB durchstrampelte oder zu Fuß erwanderte.

Für die Zuschauer, welche auch die nervlichen Belastungen diverser abenteuerlicher Überholmanöver auf Nordindiens Straßen gut überstanden haben, kann es nur heißen:

Ulf, wann gibst du den nächsten Vortrag zum besten?

Unfall-Statistik der Achttausender

Mittwoch, Januar 3rd, 2007

Der im folgenden Artikel genannte Eberhard Jurgalski ist sehr unzufrieden mit der Darstellung des Journalisten der SZ. Bitte deshalb unbedingt auch den Kommentar zu dieser Meldung lesen, wo wir seine Anmerkungen und Berichtigungen wiedergeben!


Archivar der Abstürze: Ein Spanier dokumentiert akribisch alle Unfälle im Himalaja

Nie stieg er höher als auf einen Dreitausender. Trotzdem gilt er als Kenner aller Achttausender. Javier Eguskitza, ein Baske aus Bilbao, wird von seinen Landsleuten liebevoll Kartenfresser, Kartajanari, genannt. In seiner Wohnung quellen die Regale über von Landkarten des Himalaja. […] Eguskitza kennt sämtliche Basislager, Aufstiegsrouten und Gipfelstürmer. Und die Toten: 668 Bergsteiger sind an den 14 Achttausendern bis zur Silvesternacht 2005 umgekommen. Allein am Mount Everest starben 192 von 2561 Menschen, die sich zum höchsten Punkt des Planeten (8844 Meter) aufmachten. Je 56 sind abgestürzt oder von Lawinen begraben, 26 verschollen, 20 erfroren; die übrigen 34 an Höhenkrankheit oder anderen Leiden umgekommen. […]

Auch wenn der Cho Oyu zusammen mit dem Everest als leichtester der Achttausender gilt (2227 Besteigungen), starb dort etwa jeder Vierte der 37 Toten an Höhen- oder Herzproblemen. Verglichen mit dem auch für Hobbybergsteiger zunehmend erschlossenen Everest ist das viel: Dort standen Höhenkrankheiten und Herzattacken nur bei jedem neunten Umgekommenen auf dem Totenschein.

Betreffend die – noch – selten bezwungenen Achttausender liefern die Daten Eguskitzas den Expeditionsleitern handfeste Argumentationshilfen, um Gipfelstürmer zu beraten. Am K2 beispielsweise, der 249-mal bestiegen wurde, kamen 60 Alpinisten um, wobei ein Drittel abstürzte – ein extrem hoher Anteil. […] Angesichts von 41 Prozent Bergtoten unter denen, die auf dem Gipfel standen, darf der Annapurna als gefährlichster Achttausender gelten. Das gilt für Männer.

Die Extrembergsteigerinnen fürchten am meisten den Kangchenjunga, häufig einfach Kantsch genannt. Bis Ende 2005 versuchten vier Frauen, ihn zu besteigen. Zwei standen oben, aber keine der vier überlebte. […] Die Hälfte der 14 Achttausender sind von weniger als zehn Frauen bestiegen worden. Können und Besonnenheit bewies die 36-jährige Alpinistin Gerlinde Kaltenbrunner. Die Österreicherin erreichte im Mai 2006 den Gipfel des Kantsch, womit sie als einzige lebende Bezwingerin des gefürchteten Gipfels gelten darf. Neun der vierzehn Achttausender hat sie bestiegen – Weltrekord unter den Frauen. (Anm.: Gerlinde Kaltenbrunner kommt im Februar zu einem Diavortrag nach Moosen bei Taufkirchen/Vils)

[…] Über Jahrzehnte hinweg telefonierte Eguskitza Messner, Kammerlander und anderen Bergsteigern hinterher, sobald diese zurückkehrten aus den todbringenden Höhen. […] Damit ihm keine Expedition entging, baute Eguskitza ein Informantennetz in Pakistan auf.

Eguskitza ist inzwischen 66 Jahre alt. Aus gesundheitlichen Gründen musste er vor Jahren seinen Beruf als Programmierer aufgeben. Selbst auf seine geliebten Landkarten kann er sich jetzt nicht mehr länger als einige Minuten konzentrieren. Aber seine Daten und Kontakte gehen nicht verloren; er übergab sie an einen deutschen Kartenfresser-Kollegen: Eberhard Jurgalski, 54 Jahre alt, in Lörrach lebend. Er kommt mit dem Sammeln und Auswerten von Daten kaum noch nach: Allein im Jahr 2006 standen mehr als 480 Menschen auf dem Mount Everest. Elf derjenigen, die sich zum höchsten Gipfelsturm aufmachten, kamen ums Leben – mehr als in den Jahren 2000 bis 2005 zusammen. MARTIN ROOS

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.2, Mittwoch, den 03. Januar 2007 , Seite 16

Hauptversammlung des DAV in Bad Kissingen

Montag, November 13th, 2006
  • Angenommen: Der Erhalt und die Zukunftssicherung seiner Hütten ist seit einigen Jahren das Topthema im Deutschen Alpenverein e.V. (DAV). Problem dabei: Seit rund drei Jahren muss der DAV auf Zuschüsse des Freistaates Bayern von rund 500.000 €/Jahr verzichten. Doch die Instandhaltung der Hütten kostet weiter Geld; pro Jahr gibt der DAV rund 10 Mio. € für diesen Bereich aus. Der Alpenverein versucht aus eigener Kraft, die finanzielle Situation etwas zu verbessern. Die Hauptversammlung 2006 in Bad Kissingen hat deshalb die Erhöhung der sogenannten „Hüttenumlage“ beschlossen. Dadurch stehen für die Hütten und Wege rund 300.000 €/Jahr zusätzlich zur Verfügung. Prof. Dr. Heinz Röhle, Präsident des Deutschen Alpenvereins, zeigte sich sehr erfreut über das Votum: „Für diejenigen Sektionen, die keine Hütte besitzen, bedeutet der Beschluss eine erhöhte finanzielle Belastung. Ich bin sehr stolz auf diese gelebte Solidarität im Deutschen Alpenverein, auch wenn damit bei weitem nicht alle finanziellen Probleme gelöst sind.“
    • Da unsere Sektion von der Erhöhung direkt betroffen ist (wir haben ja, leider, noch keine eigene Hütte), wird der Sektions-Ausschuss darüber beraten müssen, wie die erhöhte finanzielle Belastung aufgefangen werden kann und ob weitere Schritte und Maßnahmen eingeleitet werden müssen.
  • Angenommen: Weitaus größeren Schaden hätte bei uns allerdings eine Erhöhung des Mindestbeitrags anrichten können. Der vorliegende Vorschlag über einen Mindestbeitrag von 40 € wurde aber diskussionslos angenommen, weshalb hier für uns keine Handlungsbedarf entsteht.
  • Abgelehnt: Der Verbandsrat hat der Hauptversammlung seinen Vorschlag über eine neue Struktur der Verbandsspitze vorgelegt. Diese sollte zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Alpenvereinsspitze beitragen. Wurde das Konzept selbst zunächst im ersten Wahlgang, wo eine einfache Mehrheit nötig war, noch gebilligt, so wurde es dann im entscheidenden Wahlgang abgelehnt, bei dem die notwendige Dreiviertel-Mehrheit zur Satzungsänderung knapp nicht erreicht wurde. Da langt man sich ans Hirn … eine unrühmliche Rolle spielten dabei einige große Sektionen, die wohl aus Frust über einige abgelehnte Anträge von ihnen auf Verweigerung geschaltet haben. Dass ausgerechnet einer der treibenden Kräfte dieser destruktiven Haltung dann als Vertreter der südbayerischen Sektionen in den Verbandsrat gewählt wurde (übrigens mit unseren Gegenstimmen), macht das Ganze vollends absurd.
  • Gut gemacht: Rainer Pollack, Mitglied unserer Sektion und Vize-Präsident des DAV, hat seine Aufgabe als für Finanzen zuständiges Vorstandsmitglied beim DAV auf der Hauptversammlung bravourös erledigt: Sein Auftritt war sachlich und persönlich tadellos. Und so hat er sicher sehr großen Anteil, dass das Präsidium des DAV einstimmig (sogar ohne Enthaltungen) entlastet wurde. Respekt, Rainer!

Greenpeace: Alpengletscher schmelzen dramatisch

Freitag, November 3rd, 2006

Bericht prognostiziert dramatische Folgen

Wegen des Klimawandels schmelzen die Gletscher der Erde nach Recherchen von Greenpeace immer schneller ab. In den Alpen werde mit dem fast vollständigen Verschwinden sämtlicher Gletscher noch in diesem Jahrhundert gerechnet, erklärte die Umweltorganisation in Berlin. Schon für die nächsten Jahre seien als Folge mehr Erdrutsche, Murenabgänge und Überschwemmungen absehbar. Langfristig drohten Trinkwassermangel und Verkarstung der Landschaft.

Auch für uns Bergsteiger ergeben sich dadurch erhebliche Veränderungen: Manche Berge werden schwieriger ersteigbar werden, andere fast völlig unzugänglich oder durch die Ausaperung so gefährlich, dass eine Besteigung nicht mehr lohnend sein wird. Dass dieser Wandel schon weit fortgeschritten ist, kann jeder sehen, der in den letzten Jahren in den Gletscherregionen unterwegs war. Vor allem der Vergleich der Karten mit der Realität nimmt einem manchmal den Atem: Ein in der Karte verzeichneter Firnbuckel ist da nur noch ein felsiger Schutthaufen …

Anlass des Reports ist der UNO-Klimagipfel in Nairobi, der kommende Woche beginnt. Dort soll darüber verhandelt werden, ob 2007 ein neues Klimaabkommen für die Zeit nach 2012 in Angriff genommen werden könnte.

„Uns schmelzen die Gletscher vor den Augen weg, doch die Politiker halten Sonntagsreden“, erklärte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Stattdessen müssten alle Staaten – und vor allem die Industrieländer – ihr Äußerstes versuchen, den Ausstoß von Klimagasen unter Kontrolle zu bekommen.

Die nächsten zehn Jahre seien entscheidend. Smid nannte die Ergebnisse des Gletscher-Reports alarmierend. Vergleiche der Gletschermassen zeigten, dass die Abschmelzrate in den letzten Jahren dramatisch zugenommen habe.

Zwar gebe es innerhalb der Gletscherregionen Unterschiede. Doch gelte im Durchschnitt, dass in den 13 Jahren von 1991 bis 2004 doppelt so viel Gletschermasse abgeschmolzen sei wie in den 29 Jahren von 1961 bis 1990. Von 2001 bis 2004 habe sich das Abschmelzen der Gletscher noch einmal kräftig beschleunigt.

Grönland verliere inzwischen mit 240 Kubikkilometer pro Jahr drei Mal so viel Eis wie in den Jahren vor 2003. Zu den Alpengletschern gebe es Fotovergleiche der „Gesellschaft für ökologische Forschung“. So schrumpfte zum Beispiel der Triftgletscher im Berner Oberland in der Schweiz im Jahr 2005 um 216 Meter.

„Es geht viel schneller, als wir uns das jemals vorgestellt haben“, betonte Sylvia Hamberger von der „Gesellschaft für ökologische Forschung“. „Wenn wir im August und September in den Gletscherregionen unterwegs sind, können wir das Schmelzen der Gletscher hören.“

(Zitiert nach http://www.heute.de, mit Anmerkungen von Hans Sterr)

Ausschuss-Tagung auf der Bayernhütte

Mittwoch, November 1st, 2006

Am 21./22. Oktober war der Sektions-Ausschuss (also der erweiterte Vorstand) auf der Bayernhütte am Brauneck, um über konkrete Planungen für das kommende Jahr und die weitere Verbesserung (geht das noch?) der Zusammenarbeit zu beraten. Und es ist einiges dabei herausgekommen …

Viele Wünsche und Anregungen haben wir von dort mitgenommen. Wenn wir das alles realisieren können, dann dürft Ihr Euch auf einiges gefasst machen … 🙂

Und ich verrate Euch auch noch ein Geheimnis: Wir hatten dabei auch noch jede Menge Spaß! (oder hattet Ihr Euch das etwa schon gedacht?)

Sektions-Ausschuss vor der Bayern-Hütte

Servus beinand!

Mittwoch, November 1st, 2006

In unserem neuen „Ratsch-Bladl“ (neudeutsch „Weblog“ oder kurz „Blog“) werden wir Euch ab sofort über Neuigkeiten aus unserer Sektion informieren. Das Programmheft erscheint ja nur quartalsweise, und so kommt Ihr halt öfter mal an die „heißen“ Nachrichten!

Wir hoffen, Ihr profitiert davon und schaut öfter mal rein!

Mit besten Grüßen, Hans Sterr